Verbindungskapazität

Die Anschlusskapazität ist die Kapazität, für die ein Anschluss an das Strom- oder Gasnetz errichtet wurde. Sie bestimmt den vom Anschlusskunden zu zahlenden Tarif und bildet die technische Obergrenze für die bezogene oder eingespeiste Menge.

Rechtliche Grundlage

Das Energiegesetz verpflichtet den Netzbetreiber, jeden Antragsteller anzuschließen und, im Rahmen der verfügbaren Kapazität, den Transport bereitzustellen. Die Anschluss- und Transportgebühren werden auf Grundlage von Tarifstrukturen und Methodenentscheidungen der Verbraucherschutzbehörde festgelegt. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen der Anschlusskapazität, die sich aus dem physischen Anschluss ergibt, und der vertraglich vereinbarten Transportkapazität. Die vertraglich vereinbarte Kapazität kann reduziert werden, eine Reduzierung der Anschlusskapazität führt jedoch zu einer erneuten Anpassung: Wer innerhalb einer festgelegten Frist seine Kapazität wieder erhöhen möchte, muss sich wieder hinten anstellen.

Wie es in der Praxis funktioniert

Viele Unternehmen zahlen jahrelang für Kapazitäten, die sie nicht nutzen. Eine Analyse der tatsächlichen Spitzenlast kann zu einem niedrigeren Tarif führen. Gleichzeitig ist Vorsicht geboten: In einem Netzengpassgebiet lässt sich die zurückgegebene Kapazität praktisch nicht wiedererlangen, insbesondere bei geplanten Elektrifizierungs- oder Erweiterungsprojekten. Bei Neubau- und Nachhaltigkeitsprojekten lohnt es sich, die Anschlusskapazität großzügig zu dimensionieren, bevor das Gebiet ausgelastet ist.

Wo es schiefgeht

Die Kapazität wird reduziert, ohne den mehrjährigen Energiebedarf zu ermitteln. Ein weiterer Fehler besteht darin, Anschluss- und Transportkapazität in Verhandlungen mit dem Netzbetreiber zu verwechseln. Drittens wird der Anschluss bei einer Verlegung oder Übernahme nicht rechtzeitig auf den richtigen Namen übertragen, was zu Streitigkeiten über ausstehende Tarife führt.

Verwandte Begriffe

Die Anschlusskapazität steht in Verbindung mit dem Anschluss- und Transportvertrag , mit Netzengpässen und mit dem Engpassmanagement.

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