Scheidungen gehen oft mit Meinungsverschiedenheiten zwischen den Partnern einher. Wenn Sie und Ihr Partner sich trennen und sich nicht einigen können, entstehen Konflikte, die in manchen Fällen sogar eskalieren können. Eine Scheidung kann manchmal aufgrund ihrer Emotionen das Schlechte in jemandem zum Vorschein bringen. In einem solchen Fall können Sie einen Anwalt einschalten, um Ihren Rechtsanspruch durchzusetzen. Er kann in Ihrem Namen rechtliche Schritte einleiten. Es besteht jedoch eine gute Chance, dass beispielsweise Ihre Kinder stark darunter leiden. Um diese Spannungen zu vermeiden, können Sie sich auch für eine Scheidung im Wege der Mediation entscheiden. In der Praxis wird dies oft als Scheidungsmediation bezeichnet.
Was ist Mediation?
Wer Streit hat, will ihn so schnell wie möglich loswerden. Oft hat ein Streit schon ein so hohes Niveau erreicht, dass beide Parteien keine Lösung mehr sehen. Mediation kann das ändern. Mediation ist die gemeinsame Beilegung einer Streitigkeit mit Hilfe eines neutralen Konfliktmediators: dem Mediator. Weitere Informationen zur Mediation im Allgemeinen finden Sie auf unserer Vermittlungsseite.
Was sind die Vorteile einer Scheidungsmediation?
Eine schlecht arrangierte Scheidung kann viele Jahre lang zu Kummer und Frustration führen. Mediation ist ein Weg, um in Absprache zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen, zum Beispiel über den Umgang mit den Kindern, die Verteilung des Geldes, mögliche Unterhaltszahlungen und Vereinbarungen über die Rente.
Wenn sich Parteien in einem Mediationsverfahren einigen können, nehmen wir dies in eine Vergleichsvereinbarung auf. Anschließend können die getroffenen Vereinbarungen vom Gericht bestätigt werden.
Bei einer Scheidung, bei der sich die Parteien vor Gericht gegenüberstehen, setzt sich oft eine der Parteien durch und die andere Partei ist sozusagen der Verlierer. Bei der Mediation gibt es keine Verlierer. Bei der Mediation wird versucht, Probleme gemeinsam zu lösen, sodass für beide Parteien eine Win-Win-Situation entsteht. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn die Parteien nach der Scheidung viel miteinander zu tun haben.
Denken Sie beispielsweise an die Situation, in der Kinder beteiligt sind. In diesem Fall ist es wichtig, dass die ehemaligen Partner auch nach der Scheidung noch gemeinsam durch eine Tür gehen können. Ein weiterer Vorteil der Mediation besteht darin, dass sie oft kostengünstiger und weniger belastend ist als ein langwieriges Gerichtsverfahren.
Wie funktioniert Mediation?
Bei einer Mediation sprechen die Parteien unter Anleitung eines professionellen Mediators miteinander. Der Mediator ist ein unabhängiger Vermittler, der gemeinsam mit den Parteien nach einer für alle akzeptablen Lösung sucht. Dabei betrachtet der Mediator nicht nur die rechtliche Seite des Falles, sondern auch etwaige zugrunde liegende Probleme. Anschließend kommen die Parteien zu einer gemeinsamen Lösung, die der Mediator in einer Vergleichsvereinbarung festhält. Der Mediator äußert keine Meinung.
Mediation basiert daher auf dem Willen, gemeinsam und vertraulich Vereinbarungen zu treffen. Dieser Mediationsprozess verläuft reibungsloser als ein Gerichtsverfahren. Da die Vereinbarungen gemeinsam getroffen werden, besteht auch eine größere Chance, dass die Parteien sie einhalten.
Der Mediator sorgt dafür, dass beide Parteien ihre eigene Geschichte erzählen können und dass einander zugehört wird. Während der Gespräche mit dem Mediator wird den Emotionen der Parteien ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt. Die Emotionen müssen besprochen werden, bevor gute Vereinbarungen getroffen werden können. Darüber hinaus stellt ein Mediator sicher, dass die von den Parteien getroffenen Vereinbarungen rechtlich korrekt sind.
Die vier Schritte der Mediation
- Das Aufnahmegespräch. Im ersten Gespräch erklärt der Mediator anschaulich, was Mediation ist. Anschließend unterzeichnen die Parteien einen Mediationsvertrag. In dieser Vereinbarung vereinbaren die Parteien, dass die Gespräche vertraulich sind, sich freiwillig und aktiv an den Gesprächen beteiligen. Es steht den Parteien frei, das Mediationsverfahren jederzeit abzubrechen.
- Die Aufklärungsphase. Unter Anleitung des Mediators wird der Konflikt analysiert, bis alle Standpunkte und Interessen klar sind.
- Die Verhandlungsphase. Beide Seiten finden mögliche Lösungen. Sie bedenken, dass die Lösung für beide Seiten gut sein muss. Auf diese Weise werden die notwendigen Vereinbarungen getroffen.
- Termine vereinbaren. Der Mediator wird all diese Vereinbarungen schließlich zu Papier bringen, zum Beispiel in eine Einigungsvereinbarung, einen Elternplan oder einen Scheidungsvertrag. Diese wird dann dem Gericht zur Ratifizierung vorgelegt.
Möchten Sie auch Ihre Scheidung durch gemeinsame Regelungen? Oder möchten Sie wissen, ob Mediation für Sie eine gute Lösung sein kann? Nehmen Sie gerne Kontakt zu unserer Kanzlei auf. Wir unterstützen Sie gerne bei der Entscheidung für eine Mediation.