Scheidung in 10 Schritten

Scheidung in 10 Schritten

Es ist schwer zu entscheiden, ob man sich scheiden lässt. Sobald Sie sich entschieden haben, dass dies die einzige Lösung ist, beginnt der Prozess wirklich. Vieles muss arrangiert werden und es wird auch eine emotional schwierige Zeit. Um Ihnen auf Ihrem Weg zu helfen, geben wir Ihnen einen Überblick über alle Schritte, die Sie während einer Scheidung unternehmen müssen.

Scheidung in 10 Schritten

Schritt 1: Scheidungsmitteilung

Es ist wichtig, dass Sie Ihrem Partner zuerst sagen, dass Sie sich scheiden lassen möchten. Diese Mitteilung wird oft auch als Scheidungsmitteilung bezeichnet. Es ist ratsam, diese Mitteilung Ihrem Partner persönlich mitzuteilen. Wie schwierig es auch sein mag, es tut gut, miteinander darüber zu sprechen. Auf diese Weise können Sie erklären, warum Sie zu dieser Entscheidung gekommen sind. Versuchen Sie sich nicht gegenseitig die Schuld zu geben. Es ist und bleibt eine schwere Entscheidung für Sie beide. Es ist wichtig, dass Sie versuchen, eine gute Kommunikation aufrechtzuerhalten. Außerdem ist es gut, Spannungen zu vermeiden. Auf diese Weise können Sie verhindern, dass Ihre Scheidung zu einer Kampfscheidung wird.

Wenn Sie gut miteinander kommunizieren können, können Sie sich auch gemeinsam scheiden lassen. Es ist wichtig, dass Sie einen Anwalt beauftragen, der Sie durch diese Zeit begleitet. Wenn die Kommunikation mit Ihrem Partner gut ist, können Sie einen Anwalt gemeinsam nutzen. Ist dies nicht der Fall, muss jede Partei ihren eigenen Anwalt beauftragen.

Schritt 2: Anwalt/Mediator einschalten

Eine Scheidung wird vom Richter ausgesprochen und nur Rechtsanwälte können beim Gericht einen Scheidungsantrag stellen. Ob Sie sich für einen Anwalt oder Mediator entscheiden sollten, hängt davon ab, wie Sie sich scheiden lassen möchten. Bei der Mediation entscheiden Sie sich für die Begleitung durch einen Anwalt/Mediator. Wenn Sie und Ihr Partner jeweils einen eigenen Anwalt beauftragen, befinden Sie sich im Verfahren auf gegenüberliegenden Seiten. Auch in diesem Fall dauert das Verfahren länger und verursacht höhere Kosten.

Schritt 3: Wichtige Daten und Dokumente

Bei einer Scheidung sind einige persönliche Daten über Sie, Ihren Partner und Ihre Kinder wichtig. Zum Beispiel eine Heiratsurkunde, Geburtsurkunden der Kinder, BRP-Auszüge der Gemeinde, Auszüge aus dem Sorgerechtsregister und allfällige Eheverträge. Dies sind die wichtigsten persönlichen Daten und Dokumente, die für die Einleitung eines Scheidungsverfahrens benötigt werden. Sollten in Ihrer konkreten Situation weitere Unterlagen oder Informationen benötigt werden, informiert Sie Ihr Anwalt.

Schritt 4: Vermögen und Schulden

Es ist wichtig, dass Sie während der Scheidung alle Vermögenswerte und Schulden von Ihnen und Ihrem Partner abbilden und die Belege einsammeln. Denken Sie zum Beispiel an die Eigentumsurkunde Ihres Hauses und die notarielle Hypothekenurkunde. Wichtig können auch folgende Finanzdokumente sein: Kapitalversicherungen, Rentenversicherungen, Kapitalanlagen, Kontoauszüge (von Spar- und Bankkonten) und Einkommensteuererklärungen der letzten Jahre. Außerdem sollte eine Hausratliste erstellt werden, in der Sie angeben, wer was erhält.

Schritt 5: Kindesunterhalt/Partnerunterhalt

Abhängig von Ihrer finanziellen Situation muss wahrscheinlich auch Kinder- oder Ehegattenunterhalt gezahlt werden. Um dies zu ermitteln, müssen die Einkommensdaten und Fixausgaben beider Parteien überprüft werden. Anhand dieser Daten kann Ihr Anwalt/Mediator eine Unterhaltsberechnung vornehmen.

Schritt 6: Rente

Eine Scheidung kann auch Folgen für Ihre Rente haben. Um dies feststellen zu können, sind Dokumente erforderlich, die alle von Ihnen und Ihrem Partner erworbenen Rentenansprüche belegen. Anschließend können Sie und Ihr (Ex-)Partner die Aufteilung der Rente regeln. Sie können beispielsweise zwischen dem gesetzlichen Ausgleich oder der Umrechnungsmethode wählen. Ihre Pensionskasse könnte Ihnen dabei helfen, die richtige Wahl zu treffen.

Schritt 7: Erziehungsplan

Wenn Sie und Ihr (Ex-)Partner auch Kinder haben, sind Sie verpflichtet, gemeinsam einen Erziehungsplan zu erstellen. Dieser Erziehungsplan wird zusammen mit dem Scheidungsantrag beim Gericht eingereicht. In diesem Plan treffen Sie gemeinsam Vereinbarungen über:

  • Die Art und Weise, wie Sie die Pflege- und Erziehungsaufgaben aufteilen;
  • die Art und Weise, wie Sie sich über wichtige Ereignisse für die Kinder und über das Vermögen der minderjährigen Kinder informieren und beraten;
  • die Kosten für die Betreuung und Erziehung der minderjährigen Kinder.

Wichtig ist, dass auch die Kinder in die Erstellung des Erziehungsplans einbezogen werden. Möglicherweise erstellt Ihr Anwalt gemeinsam mit Ihnen einen Erziehungsplan für Sie. So können Sie sicher sein, dass der Erziehungsplan alle Anforderungen des Gerichts erfüllt.

Schritt 8: Petition einreichen

Wenn alle Vereinbarungen getroffen sind, wird Ihr gemeinsamer Anwalt oder der Anwalt Ihres Partners einen Scheidungsantrag vorbereiten und beim Gericht einreichen. Bei einer einseitigen Scheidung wird der anderen Partei eine Frist eingeräumt, um ihren Fall vorzubringen, und dann wird eine Gerichtsverhandlung anberaumt. Wenn Sie sich für eine gemeinsame Scheidung entschieden haben, wird Ihr Anwalt den Antrag stellen und in den meisten Fällen ist eine Gerichtsverhandlung nicht erforderlich.

Schritt 9: Mündliche Verhandlung

Während der mündlichen Verhandlung müssen die Parteien zusammen mit ihrem Anwalt erscheinen. In der mündlichen Verhandlung erhalten die Parteien Gelegenheit, ihre Geschichte zu erzählen. Der Richter hat auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Ist der Richter der Meinung, dass er über ausreichende Informationen verfügt, beendet er die Anhörung und gibt an, innerhalb welcher Frist er entscheiden wird.

Schritt 10: Die Scheidungsentscheidung

Sobald der Richter die Scheidungsentscheidung verkündet hat, können Sie innerhalb von 3 Monaten nach dem Beschluss Berufung einlegen, wenn Sie mit der Entscheidung nicht einverstanden sind. Nach drei Monaten wird die Entscheidung unwiderruflich und die Scheidung kann im Standesamt eingetragen werden. Erst dann ist die Scheidung rechtskräftig. Wenn Sie die Dreimonatsfrist nicht abwarten möchten, können Sie und Ihr Partner eine Duldungsurkunde unterzeichnen, die Ihr Anwalt erstellt. Dieses Dokument zeigt an, dass Sie mit der Scheidungsentscheidung einverstanden sind und keine Berufung einlegen werden. Dann müssen Sie die Dreimonatsfrist nicht abwarten und können das Scheidungsurteil sofort im Standesamt eintragen.

Benötigen Sie Hilfe bei Ihrer Scheidung oder haben Sie Fragen zum Scheidungsverfahren? Dann kontaktieren Sie den Spezialisten Anwälte für Familienrecht at Law & More. Bei Law & More, wir verstehen, dass die Scheidung und die nachfolgenden Ereignisse einen großen Einfluss auf Ihr Leben haben können. Deshalb gehen wir persönlich vor. Unsere Anwälte können Sie auch in allen Verfahren unterstützen. Die Anwälte bei Law & More sind Experten auf dem Gebiet des Personen- und Familienrechts und begleiten Sie gerne, ggf. gemeinsam mit Ihrem Partner, durch den Scheidungsprozess.

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