Mobbing am Arbeitsplatz

Mobbing am Arbeitsplatz

Mobbing am Arbeitsplatz ist häufiger als erwartet

Ob Vernachlässigung, Missbrauch, Ausgrenzung oder Einschüchterung – jeder Zehnte erlebt strukturelles Mobbing durch Kollegen oder Führungskräfte. Auch sollten die Folgen von Mobbing am Arbeitsplatz nicht unterschätzt werden. Denn Mobbing am Arbeitsplatz kostet die Arbeitgeber nicht nur vier Millionen zusätzliche Fehltage pro Jahr und neunhundert Millionen Euro Lohnfortzahlung durch Fehlzeiten, sondern verursacht auch körperliche und seelische Beschwerden der Arbeitnehmer. Mobbing am Arbeitsplatz ist also ein ernstes Problem. Deshalb ist es sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber wichtig, frühzeitig aktiv zu werden. Wer welche Maßnahmen ergreifen kann oder soll, hängt von den rechtlichen Rahmenbedingungen ab, in denen Mobbing am Arbeitsplatz zu berücksichtigen ist.

Zum einen kann Mobbing am Arbeitsplatz als psychische Belastung im Sinne des Arbeitsbedingungengesetzes eingestuft werden. Nach diesem Gesetz ist der Arbeitgeber verpflichtet, eine Politik zu verfolgen, die darauf abzielt, bestmögliche Arbeitsbedingungen zu schaffen und diese Form der Lohnsteuer zu verhindern und zu begrenzen. Wie dies vom Arbeitgeber zu tun ist, wird in Artikel 2.15 des Erlasses über die Arbeitsbedingungen näher ausgeführt. Dies betrifft die sogenannte Risikoinventur und -bewertung (RI&E). Sie soll nicht nur Einblick in alle Risiken geben, die im Unternehmen auftreten können. RI&E muss auch einen Aktionsplan enthalten, in dem die Maßnahmen zu den identifizierten Risiken, wie zum Beispiel die psychische Belastung, enthalten sind. Kann der Mitarbeiter die RI&E nicht einsehen oder fehlt die RI&E und damit die Policy im Unternehmen einfach? Dann verstößt der Arbeitgeber gegen das Arbeitsbedingungengesetz. In diesem Fall kann sich der Arbeitnehmer beim SZW-Prüfdienst melden, der das Arbeitsbedingungengesetz durchsetzt. Ergibt die Untersuchung, dass der Arbeitgeber seinen Pflichten aus dem Arbeitsbedingungengesetz nicht nachgekommen ist, kann die Gewerbeaufsicht SZW gegen den Arbeitgeber ein Bußgeld verhängen oder sogar einen amtlichen Bericht erstellen, der eine strafrechtliche Untersuchung ermöglicht.

Darüber hinaus ist Mobbing am Arbeitsplatz auch im allgemeineren Kontext von Artikel 7: 658 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs relevant. Schließlich bezieht sich dieser Artikel auch auf die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers für ein sicheres Arbeitsumfeld und legt fest, dass der Arbeitgeber in diesem Zusammenhang Maßnahmen und Weisungen zu treffen hat, die zumutbar erforderlich sind, um Schäden an seinem Arbeitnehmer zu vermeiden. Es ist klar, dass Mobbing am Arbeitsplatz zu körperlichen oder psychischen Schäden führen kann. In diesem Sinne muss der Arbeitgeber also auch Mobbing am Arbeitsplatz verhindern, dafür sorgen, dass die psychosoziale Arbeitsbelastung nicht zu hoch wird und dafür sorgen, dass das Mobbing so schnell wie möglich aufhört. Wenn der Arbeitgeber dies nicht tut und der Arbeitnehmer dadurch einen Schaden erleidet, verstößt der Arbeitgeber gegen die guten Beschäftigungspraktiken im Sinne von Abschnitt 7: 658 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs. In diesem Fall kann der Arbeitnehmer den Arbeitgeber haftbar machen. Weist der Arbeitgeber dann nicht nach, dass er seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist oder der Schaden auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Arbeitnehmers zurückzuführen ist, haftet er und hat dem Arbeitnehmer den durch Mobbing entstandenen Schaden zu ersetzen .

Es ist zwar denkbar, dass Mobbing am Arbeitsplatz in der Praxis nicht vollständig verhindert werden kann, jedoch kann vom Arbeitgeber erwartet werden, dass er zumutbare Maßnahmen ergreift, um Mobbing so weit wie möglich zu verhindern oder so früh wie möglich zu bekämpfen. In diesem Sinne ist es beispielsweise sinnvoll, wenn der Arbeitgeber einen Vertrauensmann benennt, ein Beschwerdeverfahren einrichtet und die Mitarbeiter aktiv über Mobbing und die Maßnahmen dagegen informiert. Die weitreichendste Maßnahme in dieser Angelegenheit ist die Kündigung. Diese Maßnahme kann nicht nur vom Arbeitgeber, sondern auch vom Arbeitnehmer genutzt werden. Dennoch ist es nicht immer klug, es einzunehmen, sicherlich durch den Mitarbeiter selbst. In diesem Fall riskiert der Arbeitnehmer nicht nur seinen Anspruch auf Abfertigung, sondern auch den Anspruch auf Arbeitslosengeld. Wird dieser Schritt vom Arbeitgeber unternommen? Dann besteht eine gute Chance, dass der Kündigungsentscheid vom Arbeitnehmer angefochten wird.

At Law & More, wissen wir, dass Mobbing sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer große Auswirkungen haben kann. Deshalb verwenden wir einen persönlichen Ansatz. Sie sind Arbeitgeber und möchten genau wissen, wie Sie Mobbing am Arbeitsplatz verhindern oder einschränken können? Sie haben als Mitarbeiter mit Mobbing am Arbeitsplatz zu tun und möchten wissen, was Sie dagegen tun können? Oder haben Sie weitere Fragen in diesem Bereich? Kontaktieren Sie bitte Law & More. Wir werden mit Ihnen zusammenarbeiten, um die besten (Folge-) Schritte in Ihrem Fall zu bestimmen. Unsere Anwälte sind Experten auf dem Gebiet des Arbeitsrechts und stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite, auch bei gerichtlichen Verfahren.

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